Bin ich erst beziehungs-fähig, wenn ich mich selbst liebe? #MentalHealth

Kurzer Disclaimer vorweg: Ich bin keine Psychologin, sondern spreche hier aus eigenen Erfahrungen und angelesenem Wissen. ❤

Ich kann keine Beziehung führen. Ich habe zu viele Probleme. Ich habe zu große Angst vor Verletzungen. Ich brauche keine Liebe.„- Das alles sind negative Glaubenssätze, die so falsch sind, und doch in so vielen Köpfen fest verankert sind.

Tatsächlich gab es schon Momente und Phasen in meinem Leben, wo ich aber genauso gedacht habe. Es gibt immer noch Tage, da spuken mir diese Gedanken im Kopf herum. Ich habe mich oft gefragt, ob ich wirklich (schon) fähig bin eine Beziehung zu führen. Warum? Weil ich so sehr an mir selbst gezweifelt habe, dass ich entweder der Person, die mir wichtig war, alles recht machen wollte, oder vor Angst davor jmd zu verlieren am liebsten weggelaufen und jeglichen Kontakt vermieden hätte. Ich glaube, so geht es vielen – nur, dass sich viele Menschen darüber gar nicht bewusst sind und sich dann fragen, wieso sie immer wieder „an die Falschen geraten“ oder die Beziehungen „zerstören“, die sie anfangs so sehr wollten.

Sicher hast du schon einmal den folgenden Satz gehört oder gelesen:

„Du musst dich erst selbst lieben, bevor du jemand anderen lieben und eine Beziehung führen kannst.“

Aber was ist da eigentlich dran? Ich habe im letzten Jahr viel darüber nachgedacht und finde ihn nicht richtig und zwar aus einem Grund: Er gibt uns noch mehr das Gefühl, wir seien nicht beziehungsfähig, wenn wir hartnäckige Selbstzweifel und innere mentale Baustellen haben. Und genau das ist der Irrtum, der uns eigentlich nur noch mehr zu Rückschritt bringt statt nach vorne.

Ich habe letzten Sommer ein Buch gelesen, das mir so viele Erkenntnisse gebracht hat: „Jeder ist beziehungsfähig“ von Stefanie Stahl. Durch dieses Buch, kann jeder, auch jemand, der sich noch nie mit Psychologie beschäftigt hat, herausfinden, wie er selbst in Beziehungen funktioniert und wieso (riesen Empfehlung an der Stelle). Aber nicht nur das – auch, wie man ungesunde Verhaltensweisen, die für Beziehungsprobleme und innere Unzufriedenheit sorgen, lernt abzulegen. Und genau DA liegt meiner Meinung nach der Knackpunkt: Wer bereit ist, sich wirklich zu öffnen und aktiv an sich zu arbeiten (und einen Partner findet/hat, der es auch ist!), der kann sehr wohl eine Beziehung führen, auch wenn er/sie noch mitten im Prozess ist sich selbst lieben zu lernen!

Photo by luizclas on Pexels.com

Der größte Fehler ist es aber, zu hoffen, dass ein Partner die Lücke in deinem Leben füllen und durch Bestätigung und Zuneigung deine Selbstzweifel in Luft auflösen wird. Das wird nicht passieren. Denn man fühlt sich schnell durch Aussagen und das Verhalten des Partners getriggert und reagiert dann irrational – stößt die Person zum Beispiel von sich oder klammert, je nachdem wie man als Person tickt. Da erfordert es eine riesen Portion Selbst-Reflexion, gute Kommunikation und Mut. Wenn man bereit ist, die aufzubringen, dann ist man auf einem guten Weg eine gesunde und glückliche Beziehung zu führen UND sich dabei selbst lieben zu lernen.

Photo by Tim Mossholder on Pexels.com

Ich möchte mit diesem Blogpost nichts schön reden, aber ich möchte Mut machen. Und euch dazu motivieren, euch mal intensiv mit euch auseinander zu setzen. Es kostet zwar Kraft, aber erleichtert dafür auf lange Sicht unglaublich viel! Ich glaube, mit der Liebe ist es so wie mit allem anderen im Leben: Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt dafür und bereit ist man meistens erst, wenn man sich dafür bereit erklärt und einfach ins kalte Wasser springt.

Jetzt interessiert mich aber brennend, wie ihr über dieses Thema denkt! Schreibt mir gerne eure Meinung oder weitere Fragen zum Thema Selbstliebe und Mental Health in die Kommentare oder als Direct Message auf Instagram.

Bis nächsten Montag, eure Leo ❤

3 Gedanken zu “Bin ich erst beziehungs-fähig, wenn ich mich selbst liebe? #MentalHealth

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